Oberhalb der Saale, auf dem Schlossberg gelegen, überragt das in seiner komplexen Architektur einmalige Dom-Schloss-Ensemble weithin sichtbar die Stadt.
Im Jahr 1015 fand die Grundsteinlegung durch Bischof Thietmar von Merseburg statt. 1021 wurde
der Dom in Anwesenheit Heinrichs II., unter dem sich Merseburg zu einem der politischen Zentren des
deutschen Reiches entwickelte, geweiht.
Ein Zeugnis frühromanischer Baukunst ist die von Anfang des 11. Jahrhunderts stammende
Hallenkrypta – eine der ältesten und schönsten Mitteldeutschlands.
Bedeutend ist das älteste deutsche Bildgrabmal, die Bronzeplatte des Gegenkönigs Heinrichs IV., Rudolf von Schwaben. Im Besitz der Dombibliothek befinden sich Handschriften aus der Zeit der Romanik, darunter die "Merseburger Zaubersprüche" in althochdeutscher Sprache.
Von 1605 bis 1608 erfolgte auf Bestreben des Herzogs Georg I. von Sachsen ein tiefgreifender Um- und Erweiterungsbau durch den Baumeister Melchior Brenner. Die von ihm geschaffene Schlossanlage ist ein beeindruckendes Zeugnis der deutschen Spätrenaissance.
Im Schlossvorhof erhält der steinerne Rabenkäfig die bekannte Rabensage, die mit Bischof Tilo von Trotha verknüpft ist, lebendig.
Führungen:
März bis Oktober
Montag bis Sonnabend: 11, 13, 15 Uhr
Sonn- und feiertags: 12, 13, 15 Uhr
November bis Februar
Montag bis Sonnabend: 11 und 13 Uhr
Sonn- und feiertags: 12 und 13 Uhr
Reisegruppen auf Voranmeldung
Domführungsbüro
Domplatz 7
06217 Merseburg
Tel.: 03461 210045
Internet:
www.merseburger-dom.de













