So., 20. Juni 2010, 15 Uhr
Halle an der Saale am 14. Mai 1514: Kardinal Albrecht, Erzbischof von Magdeburg und Mainz,
Administrator des Bistums Halberstadt und Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches, zieht mit Glanz
und Aufsehen in die Moritzburg ein. Gerade 23-jährig nimmt er seine zukünftige Residenz in Besitz
...
Die folgenden Jahrzehnte drückte Albrecht seiner Lieblingsresidenz seinen Stempel auf.
Bedeutende Bauwerke seiner Epoche wie die Moritzburg, die Marktkirche, den Dom und die Neue
Residenz ließ er für seine Zwecke errichten und umgestalten. Noch heute prägen sie eindrucksvoll
das Stadtbild.
Aber die ausschweifende und prunkvolle Hofhaltung des Renaissancefürsten und Mäzen rief bald
Gegner auf den Plan. Der Wittenberger Mönch Dr. Martin Luther bezeichnete Albrecht als "Abgott von
Halle" und prangerte vor allem den verhassten Ablasshandel an. So wurde Martin Luther zu Albrechts
ärgstem Widersacher. Nach 27 Jahren musste der Kirchenfürst die Stadt der Reformation verloren
geben und Halle mit Schimpf und Schande verlassen.














